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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 23.03.2017

BGM Streicher begrüßte das Gremium und bat Frau Eva Sauerwein vom Allgäuer Seenland den Rückblick auf das vergangene Tourismusjahr sowie die Planung vorzustellen. In Weitnau erhöhten sich die Gästeankünfte um 0,8 %. Die Werbevorhaben im Bereich Print und die Neugestaltung der Webseite des Allgäuer Seenland wurden vorgestellt. Als Neuerungen sind Pumpstracks (speziell angelegte Mountainbikestrecken) in Weitnau am Sportplatz Klausenmühle und Eschach geplant. Im Jahr 2018 ist der Druck eines neuen Gastgeberverzeichnisses vorgesehen, wofür in 2017 die Vorbereitungen getroffen werden.

Anschließend wurde der Antrag der Hanusel Hof Rainalter GmbH zum Bau eines Mitarbeiterhauses beraten. Der Bauausschuss Weitnau hatte in seiner Sitzung am 21.07.2016 beschlossen eine Bauvoranfrage zur Errichtung von zwei Mitarbeiterhäusern in Engelwarz wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung an das Gesamtgremium zu delegieren. Die Hanusel Hof Rainalter GmbH beschäftigt momentan 62 Mitarbeiter. Die Möglichkeit von Wohnraum, der fußläufig erreichbar ist, ist im erforderlichen Umfang nicht gegeben. Die Hanusel Hof Rainalter GmbH können dringend benötigte Mitarbeiter in der Gastronomie, um die längst ein gnadenloser Wettbewerb im Allgäu, im benachbarten Tirol und in der Ostschweiz im Gange ist nicht mehr für das Unternehmen gewinnen, wenn kein ansprechender Wohnraum für die Mitarbeiter angeboten werden kann. Öffentliche Verkehrsmittel, die die Mitarbeiter als Transportmittel benutzen können sind im Ort nicht bzw. sehr eingeschränkt vorhanden. Auch die Möglichkeit Auszubildende aus dem Allgäu oder von weit her zu beschäftigen scheitert daran, weil keine Wohnmöglichkeit im direkten Umfeld zur Verfügung steht. Die Hanusel Hof Rainalter GmbH hatte deshalb vor auf einem eigenen Grundstück in Engelwarz Mitarbeiterhäuser mit insgesamt 24 Wohneinheiten zu bauen. Gegen das Vorhaben wurden von mehreren Anliegern Einwendungen vorgebracht. Bei einem Ortstermin am 13.09.16 in Engelwarz wurde dem Gremium die Möglichkeit der Ortseinsicht gegeben. Der Gemeinderat hatte beschlossen Alternativstandorte zu suchen, die näher am Hotel liegen. In mehreren Sitzungen mit der Kirchenverwaltung und mehreren Gemeinderäten wurden diese Alternativstandorte diskutiert. Dabei wurde die Fläche südlich der Driving Range von den Gemeinderäten aus dem Bereich Hellengerst vorgeschlagen und von der Fam. Rainalter akzeptiert. Dem vorgeschlagenen Standort zur Errichtung eines Mitarbeiterhauses wurde mehrheitlich zugestimmt, wobei sich GR Weber aus grundsätzlichen Erwägungen dagegen aussprach. Bauen in Außenbereich ist nicht zulässig, dies gilt auch für dieses Vorhaben, so sein Argument. GRin Müller-Gaßner sprach sich für den ihrer Meinung nach weniger exponierten Standort in Engelwarz aus.

Gemeinderäte und BGM Streicher waren enttäuscht, dass für das große Bauvorhaben Sanierung Kaplaneiweg nur ein Interessent ein Angebot eingereicht hatte. Am Donnerstag, den 16.03.2017 fand die Submission der Baumaßnahme statt. Das Leistungsverzeichnis wurde von 10 regionalen und überregionalen Firmen angefordert. Zur Angebotseröffnung wurde leider nur das Angebot der Firma Dobler aus Kempten über Brutto 851.196,48 € eingereicht. Das Angebot liegt rund 5 % unter der Kostenschätzung des Ingenieurbüro Daeges, welche auf der Grundlage des Leistungsverzeichnisses erstellt wurde. In dem Angebot der Firma Dobler sind zusätzliche Leistungen enthalten, die außerhalb des Baubereich Kaplaneiweg liegen und somit auf andere Haushaltsstellen verbucht werden müssen. GR Socher sagte, dass es zwar kein gutes Zeichen sei, dass nur eine Firma angeboten hatte, aber das Angebot liegt noch unter der Schätzung und wir haben einen Investitionsstau, der noch steigen wird, wenn wir erneut dieses Großprojekt verschieben. Auf Nachfrage von GR Möslang, ob mit weiteren Kosten zu rechnen sei, wies BGM Streicher auf das Bodendenkmal der Römerstraße hin. Durch evtl. notwendig werdende archäologische Arbeiten könnten noch unvorhersehbare Kosten auf die Gemeinde zukommen. Der Gemeinderat beschloss schließlich mehrheitlich die Sanierung durchzuführen.

 

Ebenfalls zur Sanierung steht die Brücke nach Argen (Großholzleute) an. Diese liegt auf der Grenze zwischen Weitnau und Isny. Sie wurde 1971 gebaut und diente der Bevölkerung auch auf bayerischer Seite als Verbindung nach Baden-Württemberg. Mit dem Bau der B12neu hat sie für den Markt Weitnau kaum noch eine Bedeutung. Seit dem Bau der Brücke sind keine Sanierungsmaßnahmen an der Brücke durchgeführt worden. Die Abdichtung auf der Brücke und an den Widerlagern ist schadhaft. Dadurch dringt Oberflächenwasser bzw. Sickerwasser in die Betonbauteile ein. Im Überbau wurden inzwischen Salze nachgewiesen, deshalb muss der Beton auf der ganzen Fläche um ca. 5 cm abgetragen und neu aufbetoniert werden. Da die Widerlager bereits komplett durchfeuchtet sind müssen diese von hinten freigelegt und neu abgedichtet werden. Außerdem müssen die Brückenkappen neu hergestellt werden, wodurch auch ein neues Geländer zwingend notwendig wird. Die geschätzten Sanierungskosten liegen bei über 200.000 € ohne Ingenieurleistungen. Wenn die Sanierung der Brücke nicht die nächsten ein bis zwei Jahre durchgeführt wird, wäre ein Neubau wirtschaftlicher, die Kosten hierfür liegen bei ca. 350.000 € Brutto reine Baukosten.

 

BGM Streicher hat mit BGM Magenreuter verhandelt, dass sich der Markt Weitnau mit pauschal 20.000 € an der Sanierung beteiligt. Dies sind nach dem Kostenvoranschlag der Konstruktionsgruppe Bauen/Kempten 10% der Baukosten (ohne Planungskosten). Weiterhin wird mit der Stadt Isny eine Vereinbarung getroffen, dass das Brückenbauwerk nach der Sanierung dauerhaft an die Stadt Isny übergeht. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.

 

Aus beruflichen Gründen bat GR Neuser um eine Änderung in der Ausschussbesetzung. Frau GRin Manuela Müller-Gaßner soll in den Haupt-, Finanz- und Personalausschusses anstelle von Udo Neuser berufen werden. GR Neuser wird zum Stellvertreter bestimmt. GR Rupp erläuterte hierzu noch, dass auch die Überparteiliche Wählervereinigung Sibratshofen-Seltmans den Antrag befürwortet. Der GR stimmte dem Wechsel einstimmig zu.

 

Auch im Jahr 2017 werden vom Landratsamt wieder verdiente Bürger mit der Ehrenamtskarte für ihr Wirken ausgezeichnet. Der Markt Weitnau kann insgesamt 26 Bürger aus der Gemeinde benennen. Die Ehrenamtskarten werden auf die Ortsteile wie folgt aufgeteilt:

 

Weitnau

9

Sibratshofen/Seltmans

5

Hellengerst/Rechtis

4

Wengen

3

Kleinweiler

5

 

Erstmalig gibt es dieses Jahr zusätzlich 5 Ehrenamtskarten für Menschen, die sich besonders für Asylsuchende eingesetzt haben. Folgende verdiente Bürgerinnen und Bürger wurden vom GR für die Ehrenamtskarten 2017 und 2018 benannt:

 

Für den Bereich Asylhilfe über Losverfahren:

Susanne Albrecht (Familienansprechpartnerin, Alltagsbegleitung/Arzt, Sprache), Petra Buksch (Alltagsbegleitung/Arzt, Kleidung/Beschaffung), Josefine Immler (Familienansprechpartnerin, Erstkontakt, Alltagsbegleitung/Arzt), Elke Matthiesen-Müller (Sprache/Unterricht/Kinderbetreuung/Landeskunde, Sport/Freizeit), Johannes Kreck, (Familienansprechpartner, Erstkontakt, Alltagsbegleitung/Arzt)

 

Für den Hauptort Weitnau übernahm GR Mayer die Vorstellung.

Helmle, Andreas, TV Weitnau, Abteilungsleiter Fußball, Jugendleiter, lange aktiver Spieler

Höß, Walter als langjähriger SPD-Vorsitzender, unterstützt seine Frau im Büchereiwesen

Klöpf, Alois, ehemaliger 2. Kommandant, im Montagstrupp, der die Fahrzeuge und Maschinen wartet, Klöpf, Marlies für ihre Tätigkeit im Gartenbauverein und mehreren anderen Vereinen, leistet viel ehrenamtliche Arbeit bei der Dorfverschönerung, Maurus, Anton vom TV Weitnau fördert den Langlaufsport in Schule und Verein, Müller, Hubert als Vorstand der Harmoniemusik Weitnau, Rudolph, Uschi für ihre Arbeit in der Theatergruppe und im Frauenbund, Schöll, Matthias als Aktiver im Trachtenverein und als 2. Vorsitzender sowie Walter, Jürgen für sein Engagement beim VdK Weitnau

 

Für Kleinweiler-Hofen stellte GR Werner Schmid folgende 5 Personen vor:

Schwarz, Erwin: nach seiner aktiven Zeit als Torwart des TSV führt Herr Erwin Schwarz seit Jahrzehnten die Mitgliederverwaltung. Er unterstützt bei kirchlichen Veranstaltungen und bei den Vereinen indem er sich um die Technik (Lautsprecheranlage) kümmert.

Leni Baiz war und ist seit Jahrzehnten sowohl beim TSV als auch für die Kirche außerordentlich aktiv. Darüber hinaus unterstütze sie Ihren Mann während seiner 25-jährigen TSV-Vorstandstätigkeit.

Cora Eder engagiert sich seit vielen Jahren im Frauen- und Kinderfasching. Jahr für Jahr studiert sie mit „ihren Kindern“ und Erwachsenen Tänze ein.

 

Michael Kresser engagiert sich seit Jahrzehnten neben seiner Gemeinderatstätigkeit in den verschiedenen Abteilungen des TSV. In den Wintermonaten seit vielen Jahren als Ski-ausbilder und im Sommer als ausgebildeter Mountainbike-Guide engagiert er sich vorwiegend als Ausbilder für die Jugend. Zusätzlich ist er überall dabei, wenn es darum geht, sich für das Gemeinwohl der Bürger einzusetzen. Als 2. Vorstand des TSV und Beisitzer leitete und leitet er seit Jahrzehnten die Geschicke des Vereins mit.

 

Jochen Schwarz arbeitet überwiegend „im Hintergrund“. Er unterstützt alle Vereine bei Veranstaltungen wie z. B. Faschingsveranstaltungen der Vereine (Rockfasching, Kinder- und Vereinsfaschingsbälle, Rock- und Blues auf der Alttrauchburg, Veranstaltungen auf dem Sportplatz, beim jährlichen Dämmerschoppen und allen anfallenden sonstigen Veranstaltungen, bei denen Technik erforderlich ist.

 

GR Rupp stellte die 5 Personen für Sibratshofen/Seltmans vor:

Maria Hueber, Jutta Kehl, und Franziska Theresia Vogel für ihr Engagement in der Frauenunion für die ehrenamtlichen Einsätze für die Rumänienhilfe und Anton Burger ebenfalls für seine Tätigkeit in der Rumänienhilfe, Monika Huckenbeck, für ihre langjährige Arbeit als Schriftführerin des ESC und ihr Engagement beim alljährlichen Oldtimertreffen der Dorfvereine in Seltmans.

 

Für Hellengerst/Rechtis übernahm GR Herbert Schmid den Vortrag:

Karl Weixler, als Motor des Rechtiser Dorflebens. Er ist auch der 1.Kommandant der Rechtiser Feuerwehr und zugleich der Wirt im Feuerwehrhaus. Des Weiteren gehört er dem Sparclub Rechtis an, Franz Karg ist langjähriger Kirchenverwaltungsvorsitzender in Hellengerst und Mitglied im Mesmerteam Hellengerst. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Hellengerst ist er der 2. Kommandant und Gruppenführer, Manfred Wabersich ist Mitglied im Schützenverein Engelwarz, war ehemaliger Schützenmeister und ist derzeit 2. Schützenmeister. Außerdem ist er ein aktiver Feuerwehrkamerad, Gotthard Schmid ist kirchlich sehr engagiert und Schriftführer bei der Jagdgenossenschaft sowie Vorstand im Bauernverband, er ist aktiver

Feuerwehrkamerad und in der Vorstandschaft der CSU

 

Für Wengen wurden von GR Greiter folgende Vorschläge gemacht:

Andraschko Elisabeth, Vereinsübergreifend macht sie seit ca. 30 - 40 Jahre bei allen Veranstaltungen den Kartenvorverkauf, bedient bei Festen, etc., Zimmermann Maria, seit vielen Jahren Abteilungsleiterin Turnabteilung, Mitglied in der Vorstandschaft des TSV Wengen, Mitglied in der Vorstandschaft des Trachtenvereins, Eldner Dietmar war 6 Jahre Abteilungsleiter Kegeln, war 7 Jahre Jugendleiter Fußball, seit 2013 ist er Vorstand des TSV Wengen, zuvor war er 7 Jahre Jugendtrainer in verschiedenen Altersklassen.

 

BGM Streicher gab noch bekannt, dass die nächste Bürgerversammlung am 03.04.2017 um 19.30 Uhr im Hanuselhof in Hellengerst stattfindet und schloss den öffentlichen Teil gegen 21.30 Uhr.

 

 

 

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