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Ablagerung von Rasenschnitt und ähnlichen Stoffen am Gewässer

Saubere Bäche sind ein Zeichen für eine intakte und gesunde Umwelt und stellen ein wertvolles Gut unserer Landschaft dar. Bei Gewässerschauen stellen wir immer wieder fest, dass unsere Gewässer zur Entsorgung von lästigem Müll in Form von Gartenabfällen, Kompost u. ä. zweckentfremdet werden.

 

Vermehrt wird Schnittgut und Gartenabfall direkt an der Gewässerböschung abgelagert und Kompostplätze sehr häufig an der Böschungsoberkante des Bachbettes eingerichtet. Das Ablagern von Grünschnitt, Erde und ähnlichen Stoffen auf dem uferrandstreifen verstößt jedoch gegen das Wassergesetz in Bayern und stellt somit eine Ordnungswidrigkeit dar.

 

Gründe:

Die Ablagerung von Grünschnitt am Gewässer beinhaltet die Gefahr der Abschwemmung bei Hochwasser. Das kann insbesondere bei den kleinen Gewässern mit engen Durchlässen zu Verstopfungen führen.

 

Gelangt Grünschnitt ins Gewässer, werden zudem die chemischen Gewässereigenschaften nachteilig verändert. Rasenschnitt wird als organischer, gewässerfremder Stoff im Wasser ausgelaugt und verfault unter Sauerstoffverbrauch. Er belastet und verunreinigt das Wasser. Das Selbstreinigungsvermögen der Gewässer kann durch derartige Einträge überfordert werden. Auch wenn keine direkte Abschwemmung des Grünschnitts erfolgt, gelangen die auslaugenden Zersetzungsprodukte mit dem Sickerwasserstrom ins Gewässer. Die Schadwirkungen im Gewässer sind Sauerstoffentzug, Faulschlammbildung, eventuell Verpilzung und im Extremfall Fischsterben.

 

Grünschnittablagerungen an Gewässerrandstreifen behindern gleichzeitig die natürliche Ufervegetation und bewirken durch bestimmte Nährstoffanreicherung die Entwicklung Stickstoff liebender Pflanzen wie Brennnesseln, drüsiges Springkraut und asiatischer Staudenknöterich.

 

Dieser Nährstoffeintrag ins Oberflächengewässer kann auf einfache Weise durch Verlegung der Grünschnitt- und Kompostplätze verhindert werden. Alle Angrenzer von Grünflächen an Gewässer werden zudem dringend gebeten, Ablagerungen von Grünschnitt zu unterlassen und diesen ordnungsgemäß zu entsorgen.

 

Zur Mithilfe bei der Eindämmung oben genannter Neophyten, möchten wir alle Angrenzer außerdem bitten, auf ihrem Grundstück wucherndes Springkraut, Staudenknöterich o. ä. zu mähen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

 

Abschließend weisen wir darauf hin, dass der Uferverbau oder jegliche bauliche oder sonstige Anlage am Gewässer bzw. im Gewässerrandstreifen verboten sind und mit Geldbuße geahndet werden können.

 

Wir bitten um Beachtung!

 

 

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