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Bericht über die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Alpen-Modellregion

Öffentliche Sitzungen der Arbeitsgruppe Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams

 

Umfangreiche Informationen zu laufenden und anstehenden Projekten gab es in der Sitzung der Arbeitsgruppe zur Alpen-Modellregion Weitnau/Missen-Wilhams (AMR) im Sitzungssaal des historischen Amtshauses Adler. Wichtigster Beschluss der Arbeitsgruppe war, alle zukünftigen Sitzungen öffentlich einzuladen, damit Bürgerinnen und Bürger der Verwaltungsgemeinschaft die Möglichkeit haben, den Prozess der AMR zu begleiten. Wie auch bisher schon sind alle engagierten Menschen in der Alpen-Modellregion herzlich eingeladen, sich aktiv in Projekte einzubringen. Die AMR bietet die einzigartige Möglichkeit bürgerschaftliches Engagement für Projekte zu fördern, deren Planung und Konzeption dann durch die staatliche Förderung auch professionell durchgeführt werden können. Welche und wie viele Projekte und Ideen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können, wird sich erst im Laufe der Planungsarbeit zeigen. Durch die Zuschüsse des Freistaats Bayern ist aber sichergestellt, dass für verschiedene Themen, die in jedem Fall Zukunftsthemen für beide beteiligten Gemeinden sind, professionell erstellte Planungsgrundlagen erarbeitet werden können.

 

Aktuelle Projekte der Alpen-Modellregion

 

Wichtigstes und auch schon am weitesten gediehenes Projekt der AMR ist im Moment die „Modernisierung des Carl Hirnbein Naturerlebnisweges“. Wie Projektleiterin Manuela Müller-Gassner ausführte, hat der Erlebnisweg auch fast 20 Jahre nach seiner Eröffnung eine hohe Anziehungskraft insbesondere auf Familien mit Kindern. Bei einer Begehung wurden die einzelnen Stationen von den Teilnehmern bewertet und Anregungen für eine Verbesserung oder wo notwendig Wiederherstellung gesammelt. Trotz des Alters wurden viele Stationen von den Teilnehmern immer noch gut bewertet. Verbesserungspotenzial gibt es nach so langer Zeit bei der Sicherheit, der Wissensvermittlung und der Interaktivität der Stationen. Wie schon bei der ursprünglichen Planung angedacht, wird die Erweiterung zu einem Rundweg oder sogar zwei Rundwegvarianten geprüft. Auch die Ausweisung einer Teilstrecke als barrierefreier Wanderweg ist Untersuchungsgegenstand. Unter Beachtung dieser Punkte und vieler Einzelideen zu den Stationen soll eine Planung bei einem Fachbüro in Auftrag gegeben werden. Dadurch soll der Themenweg, der die beiden an der AMR beteiligten Gemeinden Weitnau und Missen-Wilhams verbindet, erneut zu einer wegweisenden Attraktion gemacht werden, die den Tourismus in beiden Orten voranbringt.

Das Projekt „Ortskerngestaltung Weitnau“ im Zusammenhang mit einem eventuellen An- oder Neubau des Feuerwehrhauses ist ein weiteres wichtiges Anliegen der Akteure der AMR. Bürgermeister Alexander Streicher und Hans-Peter Meyer stellten hier einerseits Standortvarianten für das Feuerwehrhaus vor, andererseits Möglichkeiten zur Gestaltung des Dorfzentrums. Die von Meyer erarbeiteten Visualisierungen zu diesem Thema können bei den anstehenden Beratungen zum Standort Feuerwehrhaus und zu einer möglichen Dorferneuerung sowohl im Gemeinderat wie auch gemeinsam mit der Feuerwehr sicher sehr hilfreich sein.

Für das Thema „Heimat im Alter“ stellten beide Bürgermeister, Streicher für Weitnau und Hans-Ulrich von Laer für Missen-Wilhams fest, dass dieses wichtige Zukunftsthema dringend angegangen werden muss. Aus Mitteln der AMR soll eine Analyse des Standortes Seltmans, des zukünftigen Bedarfs und möglicher, neuer oder zusätzlicher Standorte möglichst mit einer Dependance in Missen-Wilhams durchgeführt werden. Als wünschenswert wird eine möglichst nahe am Ortszentrum liegende Lösung angesehen. Dort sollten sehr flexible an die Lebensbedürfnisse alter Menschen angepasste Wohnbereiche und modular nutzbare Pflegeangebote geschaffen werden. Auch die möglichen Organisationsformen solcher Einrichtungen und die Weiterentwicklung oder Überführung der Stiftung St. Vinzenz, die den Standort Seltmans betreibt, sollen in diesem Zusammenhang untersucht werden. Auch wenn es für das Seniorenheim in Seltmans noch für die nächsten 16 Jahre einen Bestandsschutz gibt, müssen die Weichen für die Zukunft in Weitnau und Missen-Wilhams als Heimat im Alter gestellt werden. Stimmt das Amt für ländliche Entwicklung dem Projekt zu, können hier wichtige, konzeptionelle Schritte professionell geplant werden.
 

Beim Thema „Entwicklung einer Dachmarke“ liegt das Angebot einer Agentur derzeit zur Genehmigung beim Amt für ländliche Entwicklung. Abschließend wurden noch die Themenbereiche „Fahrradfreundliche Gemeinde“ und „Jugendarbeit“ diskutiert. Für beide Themen wird es öffentlich eingeladene Termine geben, um zusätzliche Interessierte für diese Themen zur Mitarbeit zu gewinnen.

 

 

 

 

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