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Funkenfeuer

Funkenfeuer - Der Winter wird verbrannt!

Am Abend des ersten Sonntags in der Fastenzeit, dem Sonntag nach Fastnacht, leuchten im Allgäu große "Funkenfeuer", in denen symbolisch eine "Hexe" aus Stroh verbrannt wird. Auf einer Berghöhe wird an diesem Funkensonntag von den Burschen der Dörfer ein Riesenhaufen Holz aufgestapelt und die Frauen sind bis zum Abend mit dem Backen der schmalzigen Funkenküchle in heißem Fett beschäftigt.

Bei Einbruch der Dunkelheit zieht man dann zusammen mit den Musikkapellen hinauf zum "Funken", wo es die traditionellen "Funkenküchle" gibt. Laut Überlieferung gibt das Funkenfeuer Aufschluss über den Verlauf des kommenden Jahres: Je höher und heller das Feuer brennt, desto fruchtbarer und besser wird das folgende Jahr und Krankheit und Unglück werden abgewendet.

Der Ursprung dieses alten Brauches ist bis heute unklar und es gibt viele mögliche Erklärungen.

Zum einen erinnert das Funkenfeuer an die Oster- und Sonnwendfeuerund symbolisiert das Verbrennen des "Bösen" - der Hexe - zum Ende des Winters hin, um die Kraft der Sonne zu stärken und Unheil abzuwenden.

Zum anderen wird das Funkenfeuer mit den Fruchtbarkeitsriten und Brandopfern der Kelten in Verbindung gebracht.


Funkenfeuer werden in den Ortsteilen Weitnau, Sibratshofen, Wengen, Kleinweiler, Hellengerst, Rechtis und Waltrams abgebrannt.

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