
Umfangreichste Qualitätskontrolle seit 25 Jahren
Von April bis Juli 2026 wurde die Wanderbeschilderung im Markt Weitnau komplett gesäubert, überarbeitet und alle Mängel behoben. Das war möglich durch die Beschäftigung eines kurzfristig angestellten Mitarbeiters, den Wegepaten, dem Bauhof, dem Tourismusverein Weitnau + Wengen e.V. und Toni Nessler (Schilderlieferant), die Hand in Hand gearbeitet haben.
Ein großer Vorteil war, dass das Tourismusbüro Weitnau die Organisation und die Pflege der „RIWA-Datenbank“ selbst übernahm. Dadurch konnte ein externes Planungsbüro eingespart werden.
Wander- und Radwegenetz Weitnau (Stand 07/2026)
➢ 184 km Wanderwegenetz
➢ 391 Standorte Wanderwegweisung
➢ 1.095 Wanderwegweiser
➢ 90 km Radwegenetz (inklusive Naturbiken)
➢ 183 Standorte Radwegweisung (inklusive Naturbiken)
➢ 319 Radwegweiser (inklusive Naturbiken)
Gründe für die Durchführung der Qualitätskontrollen im Markt Weitnau
- Anpassung an Allgäuweite Standards: Im Jahr 2022 haben sich die Allgäuer Landkreise, kreisfreien Städte und das württembergische Allgäu darauf geeinigt, diese an die Kriterien des Deutschen Alpenvereins (DAV) anzupassen. Das Design ändert sich: Es gibt keine verschiedenfarbigen Schilderspitzen mehr. Die Spitzen sind nun einheitlich gelb.
- Reduzierung des Schilderwaldes: Zielwegweiser sind nicht an jeder Stelle notwendig. Deshalb wurden diese gezielt durch schlankere Zwischenwegweiser ersetzt.
Die Zielwegweiser bieten Platz für bis zu drei Ziele. Dadurch konnten an vielen Standorten die Gesamtzahl der Schilder reduziert werden.
- Optimierung am Sonneckgrat: Die Beschilderung am Sonneckgrat war teilweise sehr verwirrend und führte in der Vergangenheit immer wieder zu Beschwerden. Im Zuge der Qualitätskontrolle konnte hier eine komplett neue Beschilderung geplant und umgesetzt werden.
- Behebung langjähriger Mängel: Schiefe und beschädigte Pfosten wurden ausgetauscht.
- Aktualisierung der Datenbank „RIWA – Wegeinfrastruktur“ : Durch Bearbeitungsrechte an Beschilderung und Wegeplanung ist es ohne externes Planungsbüro möglich geworden die Daten an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

Die neue Kennzeichnung der Schwierigkeitsgrade im Allgäu
Bei der neuen Allgäuer Wanderbeschilderung fällt die farbige Pfeilspitze weg – ab jetzt haben alle Schilder eine einheitliche, gelbe Pfeilspitze. Der Schwierigkeitsgrad wird stattdessen präzise durch einen Farbpunkt direkt an jedem einzelnen Ziel angezeigt. Das System orientiert sich an den Empfehlungen des DAV und hilft Wanderern bei der Selbsteinschätzung.
Die Einstufung erfolgt in diese Kategorien:
- Kein Farbpunkt (Leicht): Spazier- und Wanderwege außerhalb der Berge. Sie erfordern keine besondere Ausrüstung und sind für fast jeden machbar.
- Blauer Punkt (Leicht/Bergweg): Wege in den Bergen ohne Absturzgefahr sowie Pfade im Alpenvorland mit vielen Wurzeln, Absätzen oder längeren Steigungen.
- Roter Punkt (Mittelschwer): Überwiegend schmale, teils steile Wege in den Bergen und im Vorland. Sie können absturzgefährliche Passagen oder kurze, versicherte Abschnitte enthalten. Feste Wanderschuhe und Trittsicherheit sind hier Pflicht.
Hand in Hand für Weitnaus Rad- und Wanderwege
Damit unsere Marktgemeinde als Rad- und Wanderparadies begeistert, ist das Qualitätsmanagement im Markt Weitnau eine echte Gemeinschaftsaufgabe. Für eine schnelle Mängelerkennung kommt es entscheidend auf das Zusammenspiel aller an. Nur durch das starke Engagement von aufmerksamen Bürgern, den ehrenamtlichen Wegepaten, dem Tourismusverein Weitnau + Wengen e.V. und die Unterstützung durch den Bauhof lässt sich die hohe Qualität unserer Wegebeschilderung dauerhaft sichern.